Der Hauseigentümerverband befragt seine Mitglieder zum Klimaschutz.

Sagen Sie ihm Ihre Meinung! 

Das Aargauer Energiegesetz kommt am 27. September an die Urne. Dieses Gesetz ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz im Kanton. Nun hat der HEV Aargau seinen Mitgliedern eine Umfrage nach Hause geschickt, um zu erfahren, ob sie den Entscheid des Vorstandes, das Energiegesetz zu bekämpfen, mittragen.

Wenn Sie Mitglied des HEV Aargau sind, können Sie mit dem richtigen Ausfüllen Ihres Fragebogens darauf hinwirken, dass sich einer der einflussreichsten Lobbyverbände im Abstimmungskampf für statt gegen das Energiegesetz einsetzt. Den Fragebogen haben Sie per Post vom HEV bekommen.

Wenn Sie Mieter/in sind, können Sie Ihre/n Vermieter/in darum bitten, die HEV-Umfrage im Sinne von Umweltschutz und regionaler Wertschöpfung auszufüllen.

Frage 1: Der HEV-Vorstand ist gegen die obligatorische Erstellung von Solaranlagen bei allen dafür geeigneten Neubauten. Warum ist das falsch?

  • Auf dem eigenen Dach produzierter Strom ist günstiger als aus der Steckdose. Und erst noch frei von Atom- und Kohleenergie.
  • In der Regel sind die Investitionen in Solaranlagen nach 9 bis 15 Jahren amortisiert und Hauseigentümer profitieren danach für den Rest der Lebensdauer von rund 30 Jahren von kostenlosem Strom.
  • Wir brauchen zusätzliche Stromproduktion, um beispielsweise die Mobilität (Elektroautos, E-Bikes) zu elektrifizieren und so das Klima zu schützen.

Frage 2: Der HEV-Vorstand will, dass wir beim Heizen mit klimafeindlichem Öl und Erdgas ohne jegliche Klimaschutz-Vorgaben so weiter machen können wie bisher. Warum ist das verantwortungslos?

  • Unterhalt und Betrieb von erneuerbaren Heizungen (Wärmepumpen, Solar, Holz, z.T. Fernwärme) sind günstiger als bei Öl- und Gasheizung. Die höheren Investitionskosten werden also im Laufe der Zeit amortisiert.
  • Bei Investitionen in erneuerbare Heizungen profitiert das regionale Gewerbe. Das ist besser als mit viel Geld Öl und Erdgas aus Krisenstaaten wie Libyen und autokratisch regierten Ländern wie Russland einzukaufen.
  • Fossile Brennstoffe heizen das Klima auf und fördern so Extremwetter (Überschwemmungen, Hagel) und die Gletscherschmelze.

Frage 3: Der HEV-Vorstand bekämpft die Regelung, dass ein minimaler Anteil erneuerbarer Energien zum Einsatz kommen soll, wenn eine Heizung ersetzt wird. Warum ist das kurzsichtig?

  • Wer mit Holz oder Fernwärme heizt, nutzt regionale Ressourcen, verkürzt die Transportwege und macht sich so unabhängiger von globalen Krisen und Konflikten.
  • Heizsysteme mit erneuerbaren Energien schützen das Klima auf und sind für Wandel hin zu einer klimaneutralen Zukunft unerlässlich.

Frage 4: Der HEV-Vorstands will das Energiegesetz bekämpfen und torpediert so den Klimaschutz.

Dabei ist das Energiegesetz ein breit abgestützter Kompromiss, der im Grossen Rat von den Grünen bis zur FDP unterstützt wurde. Bitte teilen Sie dem HEV Vorstand mit, dass es unverantwortlich ist, dieses Gesetz abzulehnen.  

  

Das Aargauer Energiegesetz ist ein pragmatischer und wichtiger Schritt für den Klimaschutz. Es setzt auf klimafreundliche, einheimische Energieträger wie Sonne, Umweltwärme und Holz. Das stärkt auch das regionale Gewerbe und sichert Arbeitsplätze.

Der WWF sagt deshalb Ja zum Aargauer Energiegesetz, das am 27. September zur Abstimmung kommt.

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