Impressionen

Wiesel-Villa mit Pool und Aussicht

Heute trafen sich sieben Freiwillige beim innovativen Kleinbauern Ueli Meyer in Dintikon. Meyer verbindet den biologischen Landbau mit dem Ziel: hohe Lebensqualität für Mensch und Tier. Seine Galloways (Rinder) und Skudden (Schafe) dürfen das Leben geniessen und so viel wie möglich draussen sein. Sie werden ausschliesslich mit Gras gefüttert, anstatt ertragsoptimiert mit Kraftfutter für schnelles Wachstum. Zusammen mit Jugendlichen, die spezielle Unterstützung benötigen, erledigt er seine Arbeiten langsamer, setzt mehr auf Handarbeit statt Industrialisierung und kann so seine Ziele konsequenter erreichen.

Schon viele Flächen seines Hofes hat er extensiviert, aber immer noch steckt er voller Ideen, die auch umgesetzt werden. Heute haben wir Freiwilligen kräftig zupacken dürfen. Auf einem Eckstück in seinem Land, angrenzend an ein Bächlein, Hecken und Wald, soll eine neue Oase für Gelbbauchunken, Insekten, Wiesel und alle Tiere, die sonst noch zuwandern möchten, entstehen.

Einige Grobarbeiten hat Ueli Meyer schon mit dem Einsatz eines Baggers durchgeführt. Ladewagen mit Holz, Baumstrünken und Steinen sind vorbereitet.

Dominique Schmuki als professioneller Naturgärtner leitet unseren Einsatz. Heute hat er es besonders schwierig, er muss nämlich seine Erklärungen und Anweisungen auch noch auf Hochdeutsch und Englisch übersetzen. Aber das ist kein Hindernis, alle packen schnell mit Schaufel, Pickel, Hacken und Handschuhen zu.

Es werden Haufen aus grossen Holzträmeln, mitteldicken Stämmen und Astwerk gebaut, aber auch ein Loch, gefüllt mit grossen und kleinen Steinen. Immer so strukturiert, dass Platz oder Hohlraum für Tiere bleibt, um sich gut verstecken zu können. Grosse Baumwurzeln werden ins Areal gezerrt und bilden schlussendlich stacheligen, schwer zugänglichen Unterschlupf. Aber auch die drei kleinen Teiche müssen vorbereitet werden. Es gilt die Ränder rundherum auf gleicher Höhe zu formen und stufenartige Terrassierungen auszuheben.

In der Mittagspause werden wir mit einem Salatbuffet der feinsten Art verwöhnt. Mit Blechkuchen zum Kaffee erhalten die Freiwilligen den notwendigen Kraftschub, um nach dem strengen Morgen auch am heissen Nachmittag noch einmal volle Leistung zu bringen.

Der WWF Aargau dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren tollen Einsatz und hofft, ihr empfandet Freude und Befriedigung, am Ende des Tages die neu gestaltete Umgebung für einen ganzen Wiesel-Clan so direkt vor Augen zu haben. Für die Fertigstellung der Teiche für Frösche und Co. wird noch viel Arbeit notwendig sein. Aber der Grundstein für ein erfolgreiches Projekt wurde heute durch euch gelegt. Besten Dank und hoffentlich auf ein Wiedersehen.

Markus Käch

Neuer Wildbienen-Lebensraum auf dem Trolerhof

 

Der erste Freiwilligeneinsatz im Rahmen des Bauernhof-Projekts des WWF Aargau hat auf dem Trolerhof in Menziken stattgefunden und war trotz grosser Hitze - halt mit viel Schweiss - ein voller Erfolg.

Der Trolerhof ist schon lange ein Vorzeigeobjekt für gelebte Biodiversität. Ruedi Weber hat uns mit seiner erfrischenden und fröhlichen Art auf die Umgebung eingestimmt und uns dargelegt, dass man/frau  - bzw wir - trotzdem immer noch etwas verbessern können.

Dominique Schmuki, unser Profi für naturnahe Gärten, hatte schon im Voraus eine Schwarzdornhecke gerodet und Ruedi hatte Kies für den Einbau auf das Feld gefahren.

Wir durften mit Schaufeln, Spaten, Pickel und Kräuel loslegen. Auch eine Schubkarre war im Einsatz. Viel Handarbeit war gefragt und alle Helfer waren mit grossem Elan am "chrampfe". Dominique hat uns mit viel Hintergrundinformation angeleitet, wir wissen nun beinahe alles über naturnahe Vorbereitung von Luxusquartieren für Wildbienen.

Fabienne Weber hat uns am Mittag mit selbstgebackenen Wähen überrascht. Wir waren interessierte und schnelle "Verputzer", da blieb kein Krümel übrig.

Der Nachmittag war dann leichter, es ging noch ums Aufräumen des neuen Platzes - schön ist er geworden. Nun kann das neue Quartier den Wildbienen übergeben werden.

Mit einer feinen Hofglace aus dem Wynental wurde der Anlass in fröhlicher Runde beendet.

 

Autor: Markus Käch

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