Wilde Nachbarn Aargau
Vom Jura bis ins Mittelland weist der Kanton Aargau mit seinen verschiedenen Regionen eine grosse Vielfalt an Lebensräumen auf: Jurahöhen, artenreiche Trockenwiesen, ausgedehnte Waldgebiete und Kulturlandschaften bieten Lebensraum für Dachs, Fuchs, Hermelin oder auch seltenere Arten. Diese profitieren von strukturreichen, wenig gestörten Habitaten. Daneben prägen die grossen Flüsse Aare, Reuss, Limmat und Rhein das Landschaftsbild – jede mit ihren eigenen Auen, Kiesbänken, Altarmen und Uferwäldern. Gemeinsam mit ihren Zuflüssen und Bächen entsteht so im Kanton Aargau ein abwechslungsreiches Mosaik von Wasserlebensräumen und Feuchtgebieten. Entlang dieser Lebensadern finden Feuersalamander, verschiedene Libellenarten oder Wasservögel wertvolle Rückzugs- und Laichplätze.
Das Wissen über das Vorkommen und die Verbreitung von Wildtieren im Kanton Aargau ist jedoch noch lückenhaft. "Wilde Nachbarn Aargau" will diese Wissenslücken schliessen, indem gemeinsam mit der Bevölkerung systematisch Beobachtungsdaten von Wildtieren gesammelt werden.
Im Kanton Aargau unterstützt das Projekt eine Trägerschaft aus fünf im Kanton engagierten Organisationen: Der WWF Aargau, Pro Natura Aargau, das Naturama Aargau, der Jurapark Aargau und die Aargauische Naturforschende Gesellschaft (ANG).
Mehr Infos zum Projekt und Mitmachmöglichkeiten (Beobachtungen melden, Wissen abholen und an Events und Aktionen teilnehmen) finden Sie auf der Projektseite Wilde Nachbarn Aargau.
News aus dem Projekt
Neu lanciert: Wilde Nachbarn Aargau
17. März 2026
Vom Jura bis ins Mittelland weist der Kanton Aargau eine grosse Vielfalt an Lebensräumen auf: Jurahöhen, ausgedehnte Waldgebiete sowie Auenlandschaften entlang von Aare, Reuss, Limmat und Rhein bieten zahlreichen Wildtierarten ein Zuhause. Dennoch ist das Wissen über deren Vorkommen und Verbreitung noch lückenhaft. «Wilde Nachbarn Aargau» will diese Wissenslücken schliessen, indem gemeinsam mit der Bevölkerung systematisch Beobachtungsdaten von Wildtieren gesammelt werden.
Natur vor der Haustüre
Rund vierzig der neunzig Säugetierarten der Schweiz bewohnen auch das Siedlungsgebiet. Viele Wildtiere – wie etwa Fuchs und Eichhörnchen – lassen sich leicht beobachten, andere wie Hermelin und Spitzmäuse bekommt man nur selten zu Gesicht. Für diejenigen, die sich die Zeit dafür nehmen, gibt es im eigenen Garten, auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule und in der Freizeit viel Spannendes zu entdecken. Doch wo genau lassen sich diese Tiere beobachten – und wo kommen sie nicht (mehr) vor? Während Arten wie Eichhörnchen oder Dachs häufig anzutreffen sind, werden Zauneidechse und Feuersalamander zunehmend seltener. Aktuelle Verbreitungsdaten fehlen für zahlreiche Arten, ihre Erhebung ist jedoch zeit- und kostenintensiv.
Hier setzt das Projekt an: Die Bevölkerung kann mithelfen, wichtige Daten zu sammeln, und mit wenigen Klicks eigene Beobachtungen erfassen. Ausserdem können Teilnehmende auf einer interaktiven Karte einsehen, welche Wildtiere in ihrer Region vorkommen. Eine Fotogalerie lädt dazu ein, spannende Schnappschüsse der tierischen Mitbewohner zu entdecken. Die Plattform informiert über Biologie und Lebensweise der im Aargau vorkommenden Arten, gibt Hinweise zu geeigneten Beobachtungsorten und liefert praktische Tipps zu ihrer Förderung und ihrem Schutz.
Lokale Projektträgerschaft
Ziel von «Wilde Nachbarn Aargau» ist es, mehr über das Vorkommen und die Nutzung von Lebensräumen durch Wildtiere zu erfahren und gleichzeitig für das Thema Biodiversität zu sensibilisieren. Sämtliche gesammelten Daten fliessen in die nationale Datenbank ein und stehen Behörden, aktiven Naturschutzkreisen und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
«Wilde Nachbarn Aargau» ist ein regionales Projekt mit einer breiten Trägerschaft. Es beteiligen sich fünf im Kanton engagierte Organisationen und Institutionen: Der WWF Aargau, Pro Natura Aargau, das Naturama Aargau, der Jurapark Aargau und die Aargauische Naturforschende Gesellschaft. Das gemeinsame Projekt stärkt die Zusammenarbeit und ermöglicht Synergien im Naturschutz.


