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Zukunftsfähige Landwirtschaft

Die Landwirtschaft übt einen massgeblichen Einfluss auf unsere Ökosysteme aus. Grossflächige Waldgebiete wurden in der Vergangenheit zugunsten landwirtschaftlicher Nutzung gerodet, was zu einer vielfältigen, kleinstrukturierten Mosaiklandschaft führte. Ehemals artenarme Buchenwälder verwandelten sich in strukturreiche Landschaften mit Hecken, Feuchtwiesen, Waldweiden und Trockenwiesen, wodurch eine immense Artenvielfalt entstand.

Jedoch führt die zunehmende Industrialisierung und Monotonisierung dazu, dass diese vielfältige Landschaft immer mehr in eintönige, strukturlose Wüsten umgewandelt wird. Von dem einstigen Artenreichtum sind daher heute nur noch Fragmente geblieben. Während die intensive Bewirtschaftung durch Kunstdünger und chemische Mittel höhere Erträge ermöglicht, wird jedoch gleichzeitig die Natur und damit unsere Lebensgrundlage zerstört. Die vom Menschen genutzte Fläche muss wieder in einen Lebensraum mit hoher Umweltqualität umgewandelt werden.

Landwirt:innen stehen jedoch unter enormem Druck, die marktorientierte Produktion aufrechtzuerhalten, da ihre Existenz vom Preis ihrer Produkte abhängt. Wenn Kosten wie Biodiversität, Wasser und Klima nicht in diesen Preis eingerechnet, sondern externalisiert werden, fällt es schwer, entsprechende Leistungen zu erbringen. Kein Mensch zerstört wissentlich und willentlich den Boden, von dem er lebt. Direktzahlungen können, sofern sie an konkrete, biodiversitätsfördernde Leistungen geknüpft sind, diese Lücke teilweise füllen. Dadurch entsteht jedoch neben der Marktabhängigkeit eine zusätzliche Staatsabhängigkeit. Eine würdige, selbstbestimmte Existenz ist unter diesen Voraussetzungen nur schwer vorstellbar – kein Wunder, nimmt die Zahl insbesondere an kleinbäuerlichen Betrieben fortlaufend ab. 

Es braucht eine Transformation unseres Ernährungssystems. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die gesunde Nahrungsmittel zu einem fairen Preis produziert und zugleich die Biodiversität fördert, unser Wasser sauber und die Böden fruchtbar hält. Dafür setzt sich der WWF Aargau ein.

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News aus dem Bereich

Aus dem Reallabor Jurapark: Besichtigung und Fallbeispiele zum Thema Keylines am 18. Mai

15. April 2026

Besichtung und Fallbeispiele: Wie planen wir effektive Keylines? Welche Herausforderungen und Chancen bringen sie für unsere Gewässereinzugsgebiete und die ökologische Infrastruktur mit sich? Fachleute aus Forschung und landwirtschaftlicher Praxis geben spannende Einblicke in aktuelle Experimente und zeigen auf, wie sich dieses Konzept in unsere Landschaft einfügt.

Der Anlass findet am Montag, 18. Mai von 16.00 - 18.00 Uhr auf dem Hübstelhof von Petra Schmid in Herznach (Hübstelhof 74, 5027 Herznach) statt.

Mehr Informationen im Flyer

 

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