Förderprogramm Energie nicht kürzen, sondern stärken
01. Juli 2026
Der WWF Aargau unterstützt die Weiterführung des kantonalen Förderprogramms Energie 2027–2030. Das Programm beschleunigt den Ersatz fossiler und ineffizienter Heizungen, fördert energetische Sanierungen und stärkt damit Klimaschutz, Versorgungssicherheit und lokale Wertschöpfung.
Aus Sicht des WWF Aargau darf die Energiewende im Gebäudebereich nicht durch Kürzungen ausgebremst werden. Die kantonalen Mittel sind so zu erhöhen, dass mindestens das bisherige Förderniveau erhalten bleibt – vielmehr sollten die Mittel aufgestockt werden.
«Investitionen in einen klimaverträglichen Gebäudepark sind Investitionen in die Zukunft des Kantons Aargau», sagt Mirjam Kosch, Vorstandsmitglied des WWF Aargau. «Sie reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und stärken das lokale Gewerbe.»
Zentral ist für den WWF Aargau, dass der Neubau und die Erweiterung von Fernwärmenetzen weiterhin gefördert werden. Sie sind wichtig für den Ausstieg aus Gasnetzen und die effiziente Nutzung von Abwärme. Beim Heizungsersatz soll die Förderung gezielter auf anspruchsvolle Fälle ausgerichtet werden; der Schwellenwert für Luft/Wasser-Wärmepumpen ist dafür auf 20 kW zu senken.
Der WWF Aargau begrüsst die Streichung der Förderung von Ersatzneubauten nach Minergie-P, da Sanierungen wegen der grauen CO₂-Emissionen meist sinnvoller sind. Zudem sollen automatische Holzfeuerungen nicht weiter gefördert werden, weil die Holznutzung im Mittelland bereits stark unter Druck steht und die steigende Nachfrage zunehmend Importe begünstigen wird.
Zusätzlich empfiehlt der WWF Aargau, Anreize für Ladeinfrastruktur für Elektroautos zu prüfen – insbesondere für bidirektionale Ladesysteme in Kombination mit Energiemanagement. Elektromobilität kann fossile Energieimporte reduzieren, den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen und die Attraktivität lokaler Stromproduktion stärken.
Das Förderprogramm Energie muss verlässlich finanziert und auf wirksame Massnahmen ausgerichtet werden. So kann der Kanton Bundesmittel zurückholen, private Investitionen auslösen und die Dekarbonisierung des Gebäudeparks und der Mobilität konsequent voranbringen.
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